Welt-COPD-Tag

Was versteht man unter COPD?

Hinter der Abkürzung COPD verbirgt sich der englische Begriff "Chronic Obstructive Pulmonary Disease". Die deutsche Übersetzung lautet „Chronisch obstruktive Lungenerkrankung“. Sie dient als Sammelbegriff für die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem.

Von einer chronischen, also dauerhaft bestehenden Bronchitis spricht man, wenn die feinen Bronchiolen verengt sind und so der Einstrom der Atemluft behindert ist (das wird mit dem Begriff „obstruktiv“ beschrieben). Die Endsilbe „-itis“ zeigt an, dass es sich dabei um eine Erkrankung mit entzündlichem Charakter handelt.

Dieser Entzündungsprozess führt nicht nur zu einer Verkrampfung der Atemwege und lässt die Schleimhaut anschwellen. Gleichzeitig werden auch die Bronchien umgebaut, vor allem die kleinen Verästelungen werden immer instabiler, so dass sie beim Ausatmen zusammenfallen – was die COPD typische Atembehinderung zur Folge hat.

Mit fortschreitender Erkrankung verändern sich auch die Lungenbläschen (Alveolen), in denen der lebenswichtige Gasaustausch stattfindet. Sie blähen sich immer weiter auf, und aus dem zuvor feinporigen Schwamm entsteht eine Struktur grober Blasen, die ihre Funktion nur noch äußerst unzulänglich erfüllen können. Dieser Zustand wird als Lungenemphysem bezeichnet und lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Dem Körper wird nicht mehr genug Sauerstoff zugeführt, die betroffenen Menschen geraten schon bei kleineren Anstrengungen rasch in Atemnot.


Wie häufig ist die COPD?

In Deutschland sind schätzungsweise vier Millionen Menschen betroffen, weltweit leiden sogar 44 Millionen Menschen unter einer COPD. Experten gehen davon aus, dass die Erkrankung 2020 global die dritthäufigste Todesursache sein könnte, denn bisher sind die Behandlungsmöglichkeiten begrenzt. Darüber hinaus ist COPD, verglichen mit anderen Erkrankungen der Lunge, der häufigste Grund für Arbeitsausfälle.

Die COPD tritt meist erst im Erwachsenenalter auf und die Erkrankungsfälle häufen sich dabei mit zunehmendem Alter. Noch vor einigen Jahren schlug die Krankheit vor allem bei Männern zu. Doch neuerdings zeigt sich, dass auch immer mehr Frauen von einer COPD betroffen sind. Ein Grund für diese Entwicklung ist sicherlich, dass die Anzahl der Raucherinnen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat.